Praxisbutler für Heilpraktiker und Psychotherapeuten

Software für Heilpraktiker und Psychotherapeuten hat jetzt auch einen Namen

„Praxisbutler“ – so wird sie heißen, die spezielle Software für Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychotherapeuten, die das Softwareentwicklungsunternehmen isyde aus Niedersachsen in Zusammenarbeit mit einem Team des VFP unter Leitung der Betriebswirtin und Heilpraktikerin für Psychotherapie Melanie Weishaupt entwickelt hat. „Praxisbutler“ läuft derzeit im Praxistest; zu haben sein wird das Programm voraussichtlich im Spätsommer.

Für Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychotherapeuten steht naturgemäß der Mensch im Mittelpunkt. Doch egal, wie gut die eigene Praxis organisiert sein mag – der Verwaltungsaufwand ist enorm, kostet wertvolle Zeit, die für die Arbeit mit den Klienten fehlt, blockiert geistige Kapazitäten und geht letztlich ins Geld. Denn bislang müssen sich Psychotherapeuten und Menschen aus helfenden und heilenden Berufen mit den verschiedensten Computerprogrammen behelfen, die entweder für ganz andere Branchen entwickelt wurden oder quasi „alles“ können sollen, entsprechend kompliziert und umfangreich sind, wichtige Details aber eben doch nicht abdecken.

Das wird „Praxisbutler“ ändern, ist Dr. Werner Weishaupt, Präsident des VFP, überzeugt: „Von der Idee über die verschiedensten Aspekte des Anforderungsprofils bis zum tatsächlichen Einsatz im Praxisalltag, wo ja gern mal Überraschungen auftauchen, die man in der Theorie nicht bedacht hat, stehen wir vom VFP und die Entwickler von isyde in ständigem Austausch. Es ist also eine Software entstanden, die speziell für unsere Belange entwickelt wurde und diesen Anforderungen auch gerecht wird.“

Besonderes Augenmerk wurde neben der Praxistauglichkeit – heißt auch: die Software soll für Menschen nutzenbar sein, die keine Computerfachleute sind – vor allem auf die Sicherheit der Klientendaten gelegt. Melanie Weishaupt: „Das Programm läuft stabil auf jedem halbwegs modernen Rechner. Es ist keine online-Anbindung erforderlich.“ „Der Austausch mit beispielsweise den Kostenträgern ist möglich; das VFP-Mitglied bestimmt aber selbst, welche Daten weitergegeben werden und auf welche niemand anderes Zugriff hat“, ergänzt Christoph Berndt, Projektleiter bei isyde.

Spannend war in den letzten Wochen die Suche nach dem „richtigen“ Namen: Hunderte Vorschläge sind beim VFP und direkt bei der Softwareschmiede eingegangen. Eine gemeinsame Jury hat sich letztlich für „Praxisbutler“ entschieden: „Wir finden, das trifft es recht gut“, sagt Dr. Werner Weishaupt, und auch Christoph Berndt meint, dass „ein Butler jemand ist, der einem zuverlässig Arbeit abnimmt – und zwar auch durchaus komplexe Aufgaben. Und es ist zugleich jemand, auf dessen Verschwiegenheit man sich 100prozentig verlassen kann“, womit indirekt auch eine Brücke zu Themen wie Datensicherheit und Klientenschutz geschlagen wird.

Die Firma isyde und der VFP hatten für denjenigen, dessen Namensvorschlag die fertige Software letztlich tragen wird, seinerzeit eine kostenlose Lizenz für das neue Programm ausgelobt. „Praxisbutler“ ist eine Idee von Ruven Brodowski – er kann sich also schon jetzt auf eine Gratis-Version des „Butlers“ freuen.

Allerdings müssen auch die übrigen VFP-Mitglieder nicht tief in die Tasche greifen, wenn sie den „Praxisbutler“ nutzen wollen: „Dank der engen Zusammenarbeit zwischen dem VFP, der Projektgruppe unter Leitung von Frau Weishaupt und der Firma isyde wird die Lizenz für einen niedrigen zweistelligen Monatsbetrag angeboten“, sagt Dr. Weishaupt. „Updates sind natürlich inklusive. Damit können auch Unternehmensgründer von Anfang an die Software nutzen. Und das macht ja Sinn.“

Bis es soweit ist, muss man sich noch einen Moment gedulden: „Wir wollen ganz sicher gehen und die Ergebnisse des Praxistests abwarten“, sagt Christoph Berndt. „Einschneidende Änderungen sind aber nicht mehr zu erwarten.“ Das fertige Produkt soll im Spätsommer verfügbar sein. Vorbestellungen sind schon bald direkt bei isyde möglich.

30.6.2014